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„Hexogen“ ein neuer NeoNaziladen in Berlin « Politischer Salon im Vetomat Fhain Berlin

„Hexogen“ ein neuer NeoNaziladen in Berlin

„8. Juli: Naziladen in Schöneweide schließen
18 Uhr | S-Bhf. Schöneweide

Vor wenigen Tagen eröffnete der stadtbekannte Neonazi Sebastian Schmidtke (NW-Berlin und stellvertretender NPD-Landesvorsitzender) das Geschäft “Hexogen“ in der Brückenstraße 9 – nur wenige Meter entfernt von der einschlägig bekannten Nazi-Kneipe “Zum Henker“. Er will dort einen
weiteren Treffpunkt für die Berliner Neonazi-Szene etablieren. Die Wahrnehmung von Schöneweide als “ihrem“ Kiez, als “No-Go-Area“ für potentielle Opfer von nazistischer Gewalt, wird so vermutlich noch zunehmen. Das wollen wir den Nazis streitig machen, denn wir dulden keine [“Nationalbefreiten Zonen“]. […] Wir wollen zudem all den von Naziangriffen und -brandanschlägen betroffenen Projekten sowie allen antifaschistisch Engagierten vor Ort unsere Solidarität bekunden. Deswegen rufen wir dazu auf, mit uns am 8. Juli 2011 in Schöneweide zu demonstrieren!

>>> www.abso-berlin.tk“

aus: www.antifa-fh.de.vu

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„8.7.: Antifa-Demo in Schöneweide
Nazistrukturen aufdecken und bekämpfen! Hexogen dichtmachten!
Seit Anfang der Woche befindet sich in Schöneweide in der Brückenstraße 9 ein neuer Nazi-Laden. In direkter Nähe zur bekannten Nazi-Kneipe „Zum Henker“ hat Sebastian Schmidtke einen Laden angemietet, in welchem er nun unter dem Namen „Hexogen“ (eine Bezeichnung für einen Sprengstoff aus dem zweiten Weltkrieg) „alles für den Aktivisten“ vertreibt. Konkret verscherbelt er neben Militärsachen und Securitybedarf auch Nazi-Kram (u.A. CDs und Shirts).
Schmidtke ist seit einigen Jahren Anmelder verschiedener Neonazidemonstrationen in Berlin. Erst im Mai wollte er einen Aufmarsch durch Kreuzberg durchführen, der aufgrund starker Proteste verhindert wurde. Schmidtke vetritt das aktionsorientierte Spektrum der extremen Rechten in der NPD.
Wir werden nicht zulassen, dass sich Neonazis immer mehr Strukturen in Schöneweide aufbauen und den Kiez zu einer „No-Go-Area“ machen. Schöneweide für alle!

Kommt zur Demo am 08.07.2011
18:00 Uhr – S-Bhf. Schöneweide

Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise ist um 17.30 Uhr am S-Bhf. Ostkreuz (Ausgang Sonntagstraße).“

aus: http://stressfaktor.squat.net/?id=505

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http://www.antifa.de/cms/content/view/1707/1/
http://de.wikipedia.org/wiki/Hexogen

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„Zu den Neonazi-Angriffen der vergangenen Tage

Stellungnahme der Emanzipativen Antifaschistischen Gruppe (EAG) – Juli 2011

In der Nacht vom 26. auf den 27. Juni 2011 wurde an fünf von Linken genutzte bzw. bewohnte Häuser in Berlin Feuer gelegt. Während das Feuer in vier Fällen glücklicherweise schnell entdeckt und gelöscht wurde, gab es am Neuköllner Anton-Schmaus-Haus des linken Kinder- und Jugendverbandes der „Falken“ schwere Brandschäden. Nur eine Nacht vorher hatte eine Kindergruppe in dem Haus übernachtet.

Allein durch Zufall hat es in dieser Nacht keine Verletzten oder sogar Toten gegeben. Berlin hätte ansonsten in einer Reihe mit Städten wie Mölln oder Solingen stehen können, wo Neonazis in den 1990er Jahren Wohnhäuser anzündeten und mehrere Menschen ermordeten. Alle betroffenen Häuser in Berlin wurden seit langem auf Neonazi-Internetseiten wie „Nationaler Widerstand Berlin“ aufgelistet. Unmittelbar vor den Taten wurde über einen Verteiler des „Nationalen Widerstands Berlin“ und im neonazistischen „Thiazi“-Internetforum zu direkten Aktionen gegen Linke aufgerufen.

In den Massenmedien und in den Äußerungen staatlicher Vertreter_innen wie des Berliner SPD-Innensenators Körting werden diese Vorfälle als Auseinandersetzungen zwischen linken und rechten Gewalttäter_innen dargestellt. Beide Seiten würden sich hochschaukeln; beide seien gleich schlimm. Von einer Gewaltspirale ist häufig die Rede. Grund dafür ist, dass einige Nazi-Funktionäre und -Aktivisten wie der Neuköllner Bezirksverordnete Jan Sturm und der Berliner NPD-Landesvorsitzende Uwe Meenen zeitlich kurz vor den Brandanschlägen von Unbekannten attackiert und leicht verletzt worden waren. Sturm lässt in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung seit Jahr und Tag Hetzparolen vom Stapel, verunglimpft Opfer rassistischer Gewalt und veröffentlicht auf der Neuköllner NPD-Internetseite antisemitische Tiraden. Meenen ist ein langjähriger Neonazi-Führungskader, in dessen Denken und Treiben der Antisemitismus eine Hauptrolle spielt.

Die Gleichsetzung von Links und Rechts, von antifaschistischen Aktionen mit faschistischer Mordbrennerei, von blauen Flecken bei Nazi-Kadern mit angezündeten Wohnhäusern, die weite Teile der politischen und der Medien-Landschaft zur Zeit betreiben, ist nicht nur zynisch, sondern zeugt auch von Unkenntnis. Es handelt sich bei diesen Auseinandersetzungen nicht um eine Gewaltspirale, die sich zwischen verfeindeten politischen Kriminellen dreht. Vielmehr sind linke Wohnprojekte, Treffpunkte, Cafés und Kneipen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Büros von Parteien wie Grüne, SPD, Linke und sogar CDU, Privatautos, Wohnungen und Privatpersonen in ganz Berlin seit ca. anderthalb Jahren von einer Serie von rechten Angriffen betroffen. Zumeist wurden nur Fassaden beschmiert, Türschlösser verklebt und Scheiben eingeworfen. Aber auch schon vor den Brandanschlägen vom 26./27.06. kamen Brandstiftungen und Angriffe auf Personen vor. Die Zielpersonen und Zielorte werden auf den bereits erwähnten Neonazi-Internetseiten aufgelistet und beschrieben. Gewalttäter_innen aus dem Spektrum der in Berlin eng mit der NPD verwobenen „Freien Kräfte“ arbeiten sich seit vielen Monaten systematisch an diesen Listen ab, begünstigt von der dilettantischen Ermittlungsarbeit einer desinteressierten Polizei. Die lokalen Chroniken rechter Übergriffe von antifaschistischen Gruppen in Pankow, Neukölln, Treptow-Köpenick und anderswo geben reichlich Zeugnis davon.

Dies geschieht, obwohl eine zentrale Person der militanten Berliner Neonaziszene, der stellvertretende NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke, als Verantwortlicher der Internetseite „Nationaler Widerstand Berlin“ erkennbar ist, die für den Naziterror der vergangenen Wochen, Monate und Jahre eine zentrale Unterstützungsfunktion hat. Schmidtke eröffnete vor kurzem einen Laden für Militär- und Sicherheitsdienstbedarf in Berlin-Schöneweide, der nach einem Sprengstoff benannt ist und man preist in seiner Eigenwerbung an, „alles für den Aktivisten“ zu bieten. Hier kann die Nazi-Klientel nun die Messer, Schlagstöcke, Handschuhe, Sturmhauben, Schutzwesten, Signalmunition und Reizstoffsprühgeräte erwerben, derer sie für die Menschenjagd bedarf.

Es war nur eine Frage der Zeit, wann die Neonazis anfangen würden, offensiv und auf großer Skala Menschenleben zu gefährden. Ursächlich für die Brandanschläge waren nicht die paar Schläge, die Sturm, Meenen und andere einstecken mussten. Diese wurden nur als Anlass einer Gewaltkampagne genutzt.

Ursächlich für nazistische Gewalttaten ist die nazistische Ideologie der Ungleichwertigkeit menschlichen Lebens, die Menschen als Minderwertige, als Fremde, als Andersdenkende und politische Gegner_innen zum Mord freigibt. Ursächlich für die Mordversuche ist eine Ideologie und eine Mentalität sogenannter „harter Männer“, die sich als fanatisierte Kämpfer für eine neue nationalsozialistische Gemeinschaft verstehen und bereit sind, für ihre Ziele feige nächtliche Brandstiftungen an Häusern mit Kindern darin zu begehen.

Die bürgerliche Gleichsetzung von Links und Rechts, wie sie infolge der Brandanschläge in den letzten Tagen betrieben wurde, ignoriert die Ursachen rechter Gewalt und jede historische Erfahrung mit den Nazis. Es sei daran erinnert, dass bürgerliche Demokrat_innen für Neonazis ebenso als Feinde gelten wie Linke und Antifaschist_innen. Auf den schwarzen Listen der braunen Schläger und Brandstifter stehen wirkliche und vermeintliche Antifas neben Politiker_innen parlamentarischer Parteien, Journalist_innen, Mitarbeiter_innen staatlich finanzierter Beratungsprojekte, Gewerkschafter_innen, Christ_innen, Künstler_innen… Menschen jeden Alters und aus unterschiedlichsten Hintergründen. Die Bedrohung gilt allen, die sich den Neonazis entgegenstellen.

Das Spektrum der gewalttätigen Neonazi-Aktivist_innen in Berlin ist überschaubar und auf etwa 150 Personen zu beziffern. Die meisten davon sind dem Aussehen, dem Namen und den Aufenthaltsorten nach bekannt. Selbstverständlich muss dieser Personenkreis mit Konsequenzen rechnen, wenn aus ihm heraus weiter Gewalttaten verübt werden.

Das Gebot der Stunde lautet nicht weniger, sondern mehr antifaschistische Gegenwehr!
Wir fordern breite gesellschaftliche Solidarität und Unterstützung für die von rechter Gewalt betroffenen Personen und Einrichtungen!
Gegen jede Gleichsetzung von Links und Rechts! Der Verschleierung der Ursachen nazistischer Gewalt entgegentreten!“

von: http://jpberlin.de/antifa-pankow/angriffe.htm
www.antifa-pankow.de.vu

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deutschsprachige Indymedia-Artikel dazu:
https://linksunten.indymedia.org/de/node/42531
http://de.indymedia.org/2011/07/311161.shtml

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Statement des Tommyhaus Plenums: https://linksunten.indymedia.org/de/node/42623






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